100 Jahre OGV Leutenbach e.V.
Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde in Leutenbach der Weinbau immer mehr vom Obstanbau verdrängt, weshalb die Gemeinde Leutenbach im Jahr 1846, die in der Ortsmitte stehende Kelter erwarb, abbrach und an ihrer Stelle ein Rathaus errichtete. Im Jahr 1850 nahm nach einer amtlichen Feststellung der Obst-bau immer mehr zu, dieses wurde dann hauptsächlich zur Mostherstellung verwendet. Luiken, Reinetten, Fleiner Äpfel und Rosenäfel waren damals die wichtigsten Apfelsorten, bei den Birnen waren es die Palmisch-, Knaus-, und Wolfsbirnen, im großem Umfang wurden auch Zwetschgen angebaut. Zum Schutz gegen Obstdiebstähle stellte die Gemeinde in den Herbstmonaten immer einen oder zwei Obstschützen ein.
Ein guter Obstertrag erfordert neben dem Arbeitseinsatz rund um die Obstbäume, aber auch ein gewisses Fachwissen voraus, das durch die Oberamtsbaumwarte der Oberämter vermittelt wurde. Die neuesten Kenntnisse im Obstanbau wurden durch praktische Unterweisungen und Fachvorträge an die Obstan-bauer weitergegeben. Die Oberamtsbaumwarte wurden in den einzelnen Gemeinden durch Baumwarte unterstützt und auch die Gemeinde Leutenach förderte den Obstbau, indem sie, im Oktober 1908, beschloss Christian Schaich als Gemeindebaumwart anzustellen.
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